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Welche Hecke für feuchten Boden?
In Nord-Westeuropa sind wir an den einen oder anderen Regenschauer gewöhnt. Und bei all dem Regen haben wir regelmäßig mit nassem Boden zu tun. Dies tritt vor allem bei Böden auf, die Wasser schlecht durchlassen, wie Lehm- und Moorböden, oder in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel. Haben Sie regelmäßig mit einem nassen Garten zu kämpfen und fragen Sie sich, welche Heckenart dann eine gute Wahl ist? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Hecken für feuchten Boden geeignet sind.
Was ist nasser Boden?
Schauen wir uns zunächst einmal die Definition von „nassem Boden” an. Grundsätzlich ist jeder Boden nach Regen nass, was für Heckenpflanzen grundsätzlich kein Problem darstellt. Es ist sogar gut, denn sie brauchen Wasser. Aber ein Boden kann auch „zu nass” sein. Von nassem Boden sprechen wir, wenn der Boden über einen längeren Zeitraum nass ist und das Wasser nicht gut in den Boden eindringen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie in der Nähe eines Flusses oder des Meeres wohnen.
In tiefer gelegenen Gebieten finden wir außerdem viele Gebiete mit Lehm- und Moorböden. Diese lassen Wasser schlecht durch, wodurch Regenwasser schwerer versickert. Dadurch halten sie Wasser länger zurück und können daher schneller als nasser Boden eingestuft werden, insbesondere bei lang anhaltenden Regenfällen.
Welche Heckenpflanzen eignen sich für feuchte Böden?
Die eine Heckenpflanze gedeiht besser auf Sandboden, während die andere besser auf etwas feuchteren Lehm- und Moorböden wächst. Wohnen Sie in einer Gegend, in der es oft feucht ist? Dann sind die folgenden Hecken für feuchte Böden eine gute Wahl!
Hedera in feuchten Böden
Hedera, auch bekannt als Efeu, ist eine ausgezeichnete Pflanze. Diese schöne Kletterpflanze verträgt Sonne und Schatten gut und hat auch nichts gegen zusätzliches Wasser. Möchten Sie eine Hecke pflanzen, die schnell wächst? Hedera wächst etwa 30 bis 60 Zentimeter pro Jahr. Außerdem ist sie relativ unempfindlich gegenüber Pflanzenkrankheiten.
Wie fast jede Pflanze darf Hedera nicht lange in stehendem Wasser stehen. Aber einen relativ feuchten Boden verträgt sie gut! Das macht Hedera zu einer geeigneten Heckenpflanze für feuchten Boden.
Hainbuche in feuchten Böden
Die Hainbuche ist eine schöne Pflanze, die der Buchenhecke sehr ähnlich ist. Sie unterscheiden sich jedoch in ihren Wachstumsbedingungen. So ist die Hainbuche eine laubabwerfende Heckenpflanze, die sehr gut mit nassem Boden zurechtkommt. Sie ist bekannt für ihr gutes Wachstum in Lehmböden.
Obwohl sie im Winter ihre Blätter verliert, entwickelt sie im Frühjahr schon früh ein frisches Laub. Suchen Sie eine geeignete Heckenpflanze für nassen Lehmboden und stört es Sie nicht, wenn Ihre Heckenpflanze ihre Blätter verliert? Dann ist die Hainbuche die beste Wahl für Sie!
Kirschlorbeer in feuchten Böden
Es gibt verschiedene Kirschlorbeersorten, die sich alle sehr ähnlich sind. Sie unterscheiden sich jedoch leicht in Farbe, Blattform und Wachstum auf nassem Boden. Der Lorbeer Caucasica hat etwas spitze Blätter und ist widerstandsfähig gegen nassen Boden. Mehr noch, er braucht sogar ständig feuchten Boden. Bei lang anhaltend extrem nassem Boden ist eine zusätzliche Drainage empfehlenswert (dies gilt für alle Heckenpflanzen).
Die Prunus Laurocerasus Caucasica wächst etwa 40 Zentimeter pro Jahr, sodass Sie relativ schnell eine dichte Hecke schaffen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie wintergrün und winterhart bis -20 Grad Celsius ist. Sie können diesen Blickfang direkt in der gewünschten Höhe von 40 bis sogar 350 Zentimetern kaufen.
Portugiesischer Kirschlorbeer nasser Boden: Von allen Lorbeersorten ist der portugiesische Kirschlorbeer dafür bekannt, dass er nassen Boden am schlechtesten verträgt. Bei nassem Boden empfehlen wir Ihnen, eine Kirschlorbeersorte der Art Prunus Laurocerasus zu bevorzugen.
Ölweide in nassem Boden
Lieben Sie das Aussehen des Kirschlorbeers und wohnen Sie in einer Küstenregion? Dann ist die Ölweide, auch bekannt als Silberbeere oder Elaeagnus ebbingei, die beste Wahl! Die Pflanze hat hellgrüne, ledrige Blätter mit einem silbrigen Unterton. Im Herbst bekommt diese immergrüne Heckenpflanze cremefarbene Blüten.
Die winterharte Ölweide gilt auch als die perfekte Küstenpflanze. Sie verträgt nicht nur feuchten Boden gut, sondern auch Wind und Salz. In Gebieten in Meeresnähe (wo der Boden also relativ feucht ist) gedeiht die Ölweide hervorragend. Die Beeren dieser Pflanze sind sogar essbar, lecker!
Entwässerung bei übermäßig nassem Boden
Obwohl manche Heckenpflanzen nassen Boden besser vertragen als andere, möchten wir betonen, dass grundsätzlich keine Heckenpflanze von dauerhaft nassem Boden begeistert ist. Die Wurzeln können dadurch faulen. Wenn (ein Teil) Ihres Gartens sehr nass ist und das Wasser lange stehen bleibt, ist in den meisten Fällen ein gutes Entwässerungssystem empfehlenswert. Sie können einen Gärtner um persönliche Beratung bitten.
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